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© Pixabay
Wichtige Änderungen bei der Kleinunternehmerregelung ab 2025
Anhebung der Umsatzgrenzen
Seit Januar 2025 gelten neue Umsatzgrenzen für die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG). Die Grenze für das Vorjahr steigt von 22.000 Euro auf 25.000 Euro, und die Grenze für das laufende Jahr erhöht sich von 50.000 Euro auf 100.000 Euro. Diese Anpassungen sollen mehr Unternehmen die Nutzung der Kleinunternehmerregelung ermöglichen und verhindern, dass sie mitten im Jahr ihre Besteuerungsform ändern müssen.
EU-weite Anwendung
Kleinunternehmer können nun auch in anderen EU-Ländern von den dortigen Vergünstigungen profitieren, sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört, dass der Jahresumsatz im EU-Gemeinschaftsgebiet 100.000 Euro nicht überschreitet und der Unternehmer eine gültige Kleinunternehmer-Identifikationsnummer besitzt.
Rechnungsstellung
Rechnungen von Kleinunternehmern müssen weiterhin bestimmte Angaben enthalten (§ 34a UStDV), darunter Name, Anschrift, Steuernummer und einen Hinweis auf die Steuerbefreiung. Rechnungen über steuerfreie Umsätze sind von der E-Rechnungspflicht ausgenommen.
Vereinfachungen für Kleinunternehmer
Ab 2025 sind Kleinunternehmer von der Pflicht befreit, Rechnungen an Privatpersonen für Werklieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit Grundstücken auszustellen.
Handlungsempfehlung
Kleinunternehmer sollten sich rechtzeitig auf die neuen Regelungen einstellen und bei Bedarf steuerlichen Rat einholen. Die Registrierung für die EU-Kleinunternehmer-Regelung erfolgt über das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt).
Weitere Informationen
Der ZDH hat weitere Informationen für kleine Handwerksunternehmen zusammengestellt.