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Am Ende der Ausbildungszeit steht die Leistungsabfrage in Form einer Prüfung an. Guter Einsatz wird hier belohnt, nicht nur mit einer abgeschlossenen Ausbildung, sondern auch mit weiterer Unterstützung. Denn Auszubildende, die bei dieser Prüfung sehr gut abschneiden, können beispielsweise an einem Leistungswettbewerb teilnehmen oder eine Begabtenförderung in Anspruch nehmen.

Gesellen- und Abschlussprüfungen

Am Ende der Ausbildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf steht die Gesellen- oder die Abschlussprüfung.

Bei der Gesellenprüfung handelt es sich um eine Endprüfung in einem Handwerksberuf (z. B. Bäcker/in, Maurer/in). Die Durchführung ist gesetzlich durch die Handwerksordnung (HwO) geregelt. In den übrigen Berufen (z. B. Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement, Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk oder Automobilkaufmann/-frau) heißt die Prüfung dagegen Abschlussprüfung. Hierfür sind die Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) maßgebend. Die Inhalte der Gesellen- oder der Abschlussprüfung richten sich nach der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufs.


Während der Ausbildung wird eine Zwischenprüfung abgelegt. Die Zwischenprüfung findet etwa nach der Hälfte der Ausbildungszeit statt und dient der Ermittlung des Leistungsstandes.

In einzelnen Berufen ist vorgesehen, dass die Gesellen- oder die Abschlussprüfung in gestreckter Form durchgeführt wird. Dies bedeutet, dass anstelle der Zwischenprüfung der Teil 1 der Gesellen- oder der Abschlussprüfung abgelegt wird. Das Ergebnis des Teil 1 fließt zu einem in der Ausbildungsordnung vorgegebenen Prozentsatz in das Gesamtergebnis der Prüfung ein. Am Ende der Ausbildungszeit findet der Teil 2 der Gesellen- oder der Abschlussprüfung statt.

Gesellenprüfung

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Zulassungsvoraussetzung

Folgende Voraussetzungen sollten Auszubildende für die Gesellen- bzw. Abschlussprüfung erfüllen

  • das Berufsausbildungsverhältnis ist in der Lehrlingsrolle eingetragen
  • die vorgeschriebenen Berichtshefte sind geführt
  • die Zwischenprüfung wurde ordnungsgemäß abgelegt
  • die vorgeschriebene Ausbildungszeit endet spätestens zwei Monate nach dem Prüfungstermin

Anmeldefristen für die Gesellen- und Abschlussprüfung

Anmeldeschluss Sommerprüfung

  • 1. Februar eines Jahres (bei Verkürzung der Ausbildungszeit)
  • 1. März eines Jahres (bei regulär zuzulassenden Auszubildenden)

Anmeldeschluss Winterprüfung

  • 1. September eines Jahres (bei Verkürzung der Ausbildungszeit)
  • 1. Oktober eines Jahres (bei regulär zuzulassenden Auszubildenden)

Leistungswettbewerb des Handwerks

Motivierte Junghandwerkerinnen und Junghandwerker ermitteln im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks die Besten ihres Ausbildungsberufes. Dieser Wettbewerb findet jedes Jahr nach den Berufsabschlussprüfungen statt. Wer zum Zeitpunkt der Prüfung nicht älter als 27 Jahre ist, kann am Wettbewerb teilnehmen. Voraussetzung ist eine gute Prüfungsleistung.

Die Wettbewerbsarbeit besteht aus dem Gesellenstück (Prüfungsstück) und Arbeitsproben. Siegerinnen und Sieger nehmen an der Ausscheidung der nächst höheren Stufe teil. Jahrgangsbeste können sich über die Entscheidung auf Ebene des Handwerkskammerbezirkes und des Landes bis zum Wettbewerb auf Bundesebene qualifizieren. In einigen Berufen ist vor einem Bewertungsausschuss auf der folgenden Ebene eine neue Arbeitsprobe abzulegen. 

Leistungswettbewerb

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Die Gute Form im Handwerk - Handwerker gestalten

Parallel gibt es den Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form im Handwerk". Damit sollen Ästhetik und Kreativität in der Ausbildung stärker akzentuiert  und zudem eine breitere Öffentlichkeit auf die Bedeutung individueller Formgebung und Gestaltung im Handwerk aufmerksam gemacht werden.

Wer sich in den Wettbewerben platzieren konnte, kann sich um eine Begabtenförderung bewerben.

Dieter Friedrichs

Telefon 04941 1797-58
Telefax 04941 1797-76
d.friedrichs@hwk-aurich.de

Begabtenförderung

Gefördert werden können begabte Absolventinnen und Absolventen einer dualen Berufsausbildung, die zu Beginn der Förderung jünger als 25 Jahre alt sind. Die Qualifizierung wird nachgewiesen durch die Berufsabschlussprüfung mit besser als "gut", oder durch erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb. Für die Dauer von drei Jahren können Zuschüsse bis insgesamt 7200 Euro für berufsbegleitende Weiterbildung gezahlt werden.

Weitere Informationen unter www.begabtenfoerderung.de.

Anita Friedrichs

Telefon 04941 1797-78
Telefax 04941 1797-40
a.friedrichs@hwk-aurich.de