Informierten Betriebe über Änderungen im Datenschutzrecht: (von links) die betriebswirtschaftliche Beraterin der Handwerkskammer für Ostfriesland, Karina Schröder mit Referent Volker Sonnak. ©HWK

Bei der Datenverarbeitung Fehler vermeiden

Die Handwerkskammer informiert über Änderungen im Datenschutzrecht

Ein Datum sorgt derzeit für erhebliche Verunsicherung in vielen Unternehmen: Am 25. Mai tritt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU in Kraft. Es heißt, die Regeln seien strenger und die Strafen härter als zuvor, aber was bedeutet das für die Betriebe? Die Handwerkskammer für Ostfriesland sorgte für Durchblick und informierte ihre Betriebe. Referent Volker Sonnak nahm sich einen Abend lang Zeit, um die wesentlichen Änderungen durch die DSGVO darzustellen und den Unternehmern Hinweise zu weiterführender Lektüre und Tipps für die mögliche praktische Umsetzung zu geben.

Die betriebswirtschaftliche Beraterin und interne Datenschutzbeauftragte der Handwerkskammer für Ostfriesland, Karina Schröder, eröffnete den Informationsabend vor gefüllten Reihen. Die Betriebsinhaber wissen, dass sie an dem wichtigen Thema Datenschutz-Grundverordnung nicht vorbei kommen. Volker Sonnak berichtete unter anderem davon, was der Begriff „personenbezogene Daten“ nach der DSGVO meint. „Das neue in diesem Fall ist, dass mit personenbezogenen Daten auch jene gemeint sind, die eine Person indirekt identifizierbar machen. Hierzu zählen beispielsweise auch Standortdaten.“ Die Verarbeitung dieser Daten umfasse dabei alles, von der Erfassung, über Speicherung und Veränderung bis hin zur Löschung. „Eine Verarbeitung, egal in welcher Form, ist nur dann zulässig, wenn einer der in der DSGVO genannten Bedingungen erfüllt ist“, so Sonnak. Diese Bedingungen sind in Artikel 6 der DSGVO festgelegt. An oberster Stelle stehe dort, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten rechtmäßig ist, wenn derjenige, den die Daten betreffen, in die Verarbeitung eingewilligt hat. Ebenso erlaubt ist die Verarbeitung beispielsweise zur Erfüllung von Verträgen, vorvertraglicher Maßnahmen oder gesetzlicher Aufbewahrungspflichten. Wichtig sei, dass die Einwilligung oder eine andere Grundlage, die die Verarbeitung der Daten gestatte, nachgewiesen werden könne. 

Für Betriebe, die feststellen, dass sie hinsichtlich der Umsetzung der DSGVO eine Hilfestellung benötigen, hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks einen Leitfaden erstellt, der einen Überblick darüber gibt, was Unternehmen zukünftig zu beachten haben. Der Leitfaden kann auf der Homepage der Handwerkskammer eingesehen werden.

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