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Einschränkungen für das Handwerk

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Stand: 8. Januar 2021

Lockdown

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben am 5. Januar 2021 beschlossen, die am  13. Dezember 2020 ergriffenen Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten zu verlängern und zu verschärfen.

Das Land Niedersachsen hat diese Maßnahmen am 8. Januar 2021 in der Niedersächsischen Corona-Verordnung umgesetzt. Für das Handwerk haben sich durch die geänderte Verordnung keine Veränderungen ergeben.

Für das Handwerk sind diese Regelungen wichtig:

  • Betriebe der körpernahen Dienstleistungen oder der Körperpflege müssen schließen. Dazu zählen: Friseurbetriebe, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe.
  • Erlaubt bleiben Einrichtungen für medizinisch notwendige Behandlungen wie Praxen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie oder Fußpflege, die Betriebe des Orthopädieschuhmacher-Handwerks und des Handwerks der Orthopädietechnik sowie die Praxen der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker. Die Verbote gelten unabhängig davon, ob die Dienstleistung in einem Ladenlokal oder mobil angeboten wird.
  • Der Einzelhandel wird geschlossen.
  • Der Verkauf von Waren im Ladengeschäft ist nicht gestattet um Kundenverkehr zu vermeiden. Alternativ sind Lieferdienste oder kontaktlose Abholung durch die Kundschaft erlaubt (z.B. für Kosmetikartikel, Fahrradzubehör, Schmuck und Uhren etc.)
  • Erlaubt sind Verkaufsstellen, die die Versorgung mit Lebensmitteln oder mit Gütern oder Dienstleistungen des täglichen Bedarfs decken. Dazu zählen aus dem Bereich des Handwerks: Die Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Kraftfahrzeug- oder Fahrrad-Werkstätten und die Reparaturwerkstätten für Elektronikgeräte sowie Reinigungen.
  • Gastronomische Betriebe bleiben weiterhin geschlossen. Die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr Zuhause ist Handwerksbetrieben wie Bäckereien oder Fleischereien aber weiterhin erlaubt. Der Verzehr vor Ort ist untersagt.
  • Alle anderen Handwerker, die nicht in einer der o.g. zu schließenden Einrichtungen tätig sind, dürfen weiterhin ihrer Arbeit nachgehen.

Die Maßnahmen sind bis zum 31. Januar 2021 befristet. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder werden im Lichte der weiteren Infektionsentwicklung am 25. Januar 2021 erneut beraten und die Maßnahmen ab 1. Februar 2021 beschließen.

Hinweise zur medizinischen Fußpflege:
  1. Rein kosmetische Anwendungen im Gesicht und die Fußpflege zur Verschönerung der Füße und Nägel sind untersagt.
  2. Die in der Regel medizinisch verordnete Fußpflege, z.B. bei diabetischen Füßen ist erlaubt.
  3. Fußpflege für eingeschränkte Menschen (z.B. durch hohes Alter oder Behinderung), die sich allein nicht mehr zufriedenstellend in diesem Bereich pflegen können und hier die Hilfestellung durch Fußpflegende als auch von Podologen erfolgen muss, sind medizinisch notwendig und ebenfalls erlaubt.
Stand: 03.11.2020
Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung