Der neue Vorstand der Schornsteinfegerinnung für Ostfriesland mit Friedrich Lüpkes, Matthias Specht, Bodo Bargmann, Thomas Huhne, Reno Janssen, Günter Wardenburg und Redelf Heuermann (von links). ©Innung

Kesseltausch kann sich lohnen

Schornsteinfeger erteilen kostenloses Energielabel

Ostfriesland. Die Schornsteinfegerinnung für Ostfriesland hat jetzt einen neuen Vorstand gewählt. Als Obermeister wurde Friedrich Lüpkes bestätigt. Matthias Specht ist stellvertretenden Obermeister und Bodo Barg-mann kam neu als Beisitzer in den Vorstand, dem ferner Thomas Huhne als Öffentlichkeitsarbeiter, Reno Janssen (technischer Innungswart), Günter Wardenburg (Umweltbeauftragter), Redelf Heuermann (Berufs-bildungswart) und Holger Boekhoff (Schriftführer und Kassierer) angehören.

Der Obermeister wies darauf hin, dass seit Januar ältere Öl- und Gas-heizkessel ein Energieeffizienzlabel vom bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger erhalten. Für die Einstufung des Kessels ist kein Extratermin notwendig. Im Anschluss an die Feuerstättenschau ermittelt der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger die Energieeffizienzklasse des Kessels und klebt ein entsprechendes Label auf. Einstufung und Labeling sind für die Eigentümer kostenfrei. 

Der Schornsteinfeger beginnt mit den ältesten Kesseln: Bei der nächsten Feuerstättenschau sind Öl- und Gasheizkessel mit Baujahr bis Dezember 1994 an der Reihe. Es folgen schrittweise die Baujahre bis Dezember 2008 und danach alle Kessel, die mindestens 15 Jahre alt sind. Ein Beispiel: Ein Kessel mit Baujahr 1988 wird bei der nächsten Feuerstättenschau gelabelt, ein Kessel mit Baujahr 2004 erst bei der übernächsten. Die Feuerstättenschau findet alle 3 bis 4 Jahre statt. 

Wie das bekannte EU-Energielabel für Waschmaschinen, Kühlschränke oder Glühlampen zeigt das Heizungslabel neben einer Farbskala die Effizienzklasse an, hier im Bereich von A++ bis E. Der angegebene Wert erlaubt Rückschlüsse auf die Wärmeverluste und damit auf den Energieverbrauch der Heizung. Viele ältere Kessel werden wahrscheinlich nur ein C oder D, also im Ergebnis ein „ineffizient“ erreichen. Das liegt am geringeren Wirkungsgrad alter Heizungen. Gemessen am aktuellen Stand der Technik muss deutlich mehr Energie zugeführt werden als am Ende als Nutzwärme herauskommt.

Ein Hausbesitzer kann ungefähr 400 Euro im Jahr bei der Heizkosten sparen, wenn er einen Gasheizkessel der Effizienzklasse D gegen ein Gerät der Klasse A austauscht, rechnet das Bundesministerium für Wirt-schaft und Energie (BMWi) in seiner Informationsbroschüre. Der Staat fördert den Kesseltausch z. B. mit Zuschüssen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und zinsgünstigen Krediten über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Je nach Umfang und Art der Sanierung stehen weitere Fördermittel bereit. 

Viele Schornsteinfegerbetriebe bieten eine entsprechende Beratung an und helfen bei der Antragsbearbeitung, teilte Obermeister Lüpkes mit. "Vor allem Standardkessel aus den 70er und 80er Jahren weisen hohe Energieverluste auf", machte Lüpkes deutlich. Sie hielten zwar die gesetzlich geforderten Sicherheits- und Umweltstandards ein, arbeiteten allerdings im Vergleich zu moderner Heiztechnik weniger effizient. 

● www.schornsteinfeger-innung-ostfriesland.de/