Feierten das 15-jährige Vereinsbestehen (v.l.): Schatzmeister Udo Albrecht (HWK Koblenz), stellv. Vorsitzender Werner Krassau (Hamburg), Vorsitzender Friedhelm Fischer (HWK Koblenz) und BBZ-Geschäftsführerin Angela Mandel. ©HWK

Jungen Technologien auf der Spur

Bundesweites tibb-Netzwerk feiert 15-jähriges Bestehen. Schwerpunkt liegt auf Berufspädagogik in der Lasertechnik.

Ostfriesland. Zur Jahresversammlung traf sich der Verein „Junge Technologien in der beruflichen Bildung“, kurz tibb, in der Handwerkskammer für Ostfriesland. Rund 20 Mitglieder feierten mit dem dreitägigen Treffen in Aurich zeitgleich das 15-jährige Bestehen. Das bundesweite Netzwerk mit Sitz in der Handwerkskammer Koblenz setzt sich für den Technologietransfer zwischen Gewerbe, Forschung und Bildung ein. Neben dem Berufsbildungszentrum (BBZ) der Kammer wurde die Forschungsabteilung von Enercon und das Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum in Aurich besucht. 

„Neue technische Entwicklungen zu erklären und in pädagogisch wertvolle Bildungsprodukte zu übertragen, gehören zu unseren ureigensten Aufgaben“, erklärte Vorsitzender Friedhelm Fischer. Ziel ist es, den Fortschritt aufzuarbeiten und komplexe Zusammenhänge auf die Praxis zu übertragen. „Berufsverordnungen anzupassen, ist immer ein langwieriger Prozess. Oft ist die Technik viel schneller. Bei dieser Lücke setzen wir an und erarbeiten Lehrunterlagen für die verschiedensten Berufssparten“, so Fischer weiter. Deutschlandweit bringen mehr als 100 Experten aus Hersteller- und Anwenderunternehmen, Handwerk, Kammern, Bildungsträgern, Verbänden, Forschungseinrichtungen und Hochschulen ihr Wissen in das Netzwerk ein. Hervorgegangen ist die Organisation aus dem Verbundprojekt des Bundesbildungsministeriums „Erprobungs- und Beratungszentren in der Lasertechnik“. Speziell für das Handwerk sollten Unterrichtsmaterialien sowie Strategien entwickelt werden, um die Lasertechnologie in kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. 

Heute wird die Technik in vielen Berufssparten eingesetzt, zum Beispiel als 3D-Druckverfahren in der Zahntechnik. Demonstrationskoffer werden deutschlandweit im beruflichen Unterricht und in der Beratung von Betrieben eingesetzt. Weitere Fachgruppen befassen sich mit Themen zur Kunststofftechnik, Feinmechanik oder neue Materialien. „Auch die Nanotechnologie ist ein Feld, mit dem wir uns zukünftig näher beschäftigen werden“, sagte Fischer.  

Mehr zum Verein unter www.tibb-ev.de.

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