Detlef Greek (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft LeerWittmund), Uwe Preschel (Innovationsberater der Handwerkskammer für Ostfriesland), Dieter Heuermann (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aurich-Emden-Norden), sowie Werner Schmit und Rainer Holtz vom Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik Oldenburg informierten über die Digitalisierung im Handwerk (von links). ©HWK

Digitalisierung birgt viele Chancen

Aber Datensicherheit bei der Nutzung von Smartphones mit beachten.

Aurich. Wer sein Handwerk versteht, nutzt digitale Anwendungen: So das Fazit einer Veranstaltung in der Handwerkskammer für Ostfriesland, zu der die Kammer gemeinsam mit den Kreishandwerkerschaften Aurich-Emden-Norden, LeerWittmund und dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk eingeladen hatte. Für das Zusammenspiel einzelner Gewerke zum Beispiel auf einer Baustelle gewinne die Digitalisierung immer mehr an Bedeutung.

Rainer Holtz, Bereichsleiter Entwicklung und Technologietransfer am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) Oldenburg, erläuterte zunächst die Strukturen des 2016 aus der Taufe gehobenen Kompetenzzentrums. Das Verbundprojekt ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Für das Handwerk bringe die Digitalisierung viele Chancen, führte Holtz weiter aus. Betriebswirtschaft inklusive Controlling, neue Vertriebswege, Online-Shops sowie schnellere Bestellprozesse und Bezahlvorgänge nannte er in diesem Zusammenhang. Außerdem lohne sich immer mehr die Nutzung von Social-Media-Kanälen, da sich dort vermehrt alle Altersgruppen der Handwerkskundschaft wiederfänden, erläuterte Holtz in seinem Impulsvortrag.

Mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones würden sowohl bei der Zeiterfassung als auch bei der Kundenberatung immer stärker genutzt. Für das sichere Betreiben gab BFE-Dozent Werner Schmit hilfreiche Hinweise. „Die Grenzen zwischen Unternehmernetzwerk und dem Rest der Welt sind durchlässig. Die Gefahren werden oft unterschätzt,“ warnte Schmit auch zugleich. „Apps sind fleißige Datensammler“, sagte er und rückte in das Bewusstsein der Zuhörer, dass darunter auch sehr leicht sensible Daten sein könnten. Von kommerziellen Anwendungen wie Facebook und WhatsApp sollte man aus Sicherheitsgründen bei betrieblicher Nutzung absehen. Er empfahl, die mobilen Endgeräte genauso zu pflegen und zu warten wie beispielsweise den Fuhrpark des Unternehmens – bis hin zur sicheren Abwicklung, was die Entsorgung betrifft.

Rainer Holtz empfahl den Unternehmen, sich direkt an die Handwerkskammer zu wenden, da sich oftmals mehrere Themenstellungen hinter der Digitalisierung verbergen. Hier kann die Betriebsberatung der Handwerkskammer generell unterstützen.

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