Freuen sich über den gemeinsamen Austausch (von links): Vorsitzender des Verbandes Ostfriesischer Sachverständiger Horst Amstätter und Fotografenmeister Martinus Ekkenga. ©HWK

Das Foto als Beweismittel

Ekkenga:"Smartphonebilder sind für Gutachter völlig unbrauchbar."

Ostfriesland. „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!“ Diese Aussage traf Referent Martinus Ekkenga auf der Mitgliederversammlung des Verbandes Ostfriesischer Sachverständiger, kurz VOS, in Aurich. Der Fotografenmeister aus Hinte gab einen Einblick in sein Handwerk und erläuterte den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, wie sie ihre gutachterlichen Tätigkeiten durch aussagekräftige Bilder untermauern können. 

In seinem Vortrag ging Ekkenga auf Technikaspekte wie Auflösung und Schärfentiefe, aber auch auf Bildkompositionen ein. Er erklärte, dass die Kamerasensoren von Smartphones einer hohen Störanfälligkeit unterlägen und deshalb für qualitativ hochwertige Fotos nicht geeignet seien. Beweiskräftige Bilder brauche ein Sachverständiger jedoch für seine gutachterliche Tätigkeit. 

Auf die Theorie folgte die Praxis. Gemeinsam sprachen die Anwesenden über Bilder, die die Handwerksexperten für Gutachten erstellt hatten. Vorstandsvorsitzender Horst Amstätter stellte seine Arbeit als erster vor. Über die rege Diskussion zeigte er sich erfreut: „Es ist schön, dass wir hier so offen diskutieren und dadurch unsere Arbeit verbessern können.“ Denn nicht jede der gezeigten Fotografien machte auf den ersten Blick für den Laien deutlich, welches Ausmaß der handwerkliche Mangel hat.

So riet Ekkenga einem Mitglied, mit dem Problem, Schäden innerhalb eines Motors abzulichten, mit einem Streulicht zu arbeiten. Im konkreten Fall empfahl er, mit dem Blitz auf eine weiße raue Oberfläche wie eine Styroporplatte zu blitzen. Dadurch streue das Licht und beleuchte die Motorteile.

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