© Coloures-pic - fotolia.com

Demografischer Wandel

Stärken Sie Ihr Unternehmen für den demografischen Wandel. Seien Sie ein attraktiver Arbeitgeber! Nutzen Sie zudem die neuen Marktchancen als Wirtschaftsfaktor! Lassen Sie sich beraten!

Während in Deutschland die Geburtenraten sinken, steigt der Anteil der älteren Bevölkerung an. Diese Verschiebung in den Altersstrukturen ist bereits in vollem Gang und betrifft auch das Handwerk. Der demografische Wandel hat zur Folge, dass immer weniger Menschen ins Erwerbsleben eintreten und dass das Durchschnittsalter der Belegschaft steigen wird.

Gleichzeitig gestaltet sich auch die Marktseite für das Handwerk neu. Anforderungen an handwerkliche Leistungen ändern sich, neue Marktnischen können erschlossen werden.

Stärken Sie Ihr Unternehmen für den demografischen Wandel durch Maßnahmen zur Nachwuchssicherung, durch Weiterbildung und Personalentwicklung, durch Familienfreundlichkeit und ein betriebliches Gesundheitsmanagement, durch gezielte Fachkräftegewinnung und durch die frühzeitige Vorbereitung bei der Unternehmensnachfolge. Seien Sie ein attraktiver Arbeitgeber! Nutzen Sie zudem die neuen Marktchancen als Wirtschaftsfaktor.

Demografiebeauftragte

Karina Schröder

Telefon 04941 1797-25
Telefax 04941 1797-40
k.schroeder@hwk-aurich.de

Projekt unternehmensWert: Mensch

Die Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft hat für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) in Oldenburg in den Räumen des Arbeitgeberverband Oldenburg e.V. (AGV) eine Erstberatungsstelle für das bundesweite Förderprogramm unternehmensWert:Mensch eröffnet.

An die Erstberatungsstelle in Oldenburg können sich KMUs aus dem nordwestlichen Niedersachsen wenden, die sich mit Hilfe der Fördergelder demografie fest aufstellen wollen. Dazu zählt insbesondere die Entwicklung einer zukunftsfähigen und mitarbeiterorientierten Personalpolitik in vier personalpolitischen Handlungsfeldern (Personalführung, Gesundheit, Wissen & Kompetenz sowie Chancengleichheit & Diversity). Durch unternehmensWert:Mensch erhalten KMUs eine professionelle Prozessberatung und Erstattung der Beratungskosten in Abhängigkeit der Unternehmensgröße von 50 bis 80 Prozent.

Erstberatungsstelle

Demografieagentur für die niedersächsische
Wirtschaft GmbH, c/o Arbeitgeberverband Oldenburg

Bahnhofstraße 14
26122 Oldenburg

Ansprechpartner

Monika Kretschmer
Telefon 0441 5947036
monika.kretschmer@demografieagentur-nds.de

Nachwuchssicherung

Sowohl der demografische Wandel als auch der Wandel zur Wissensgesellschaft wird es immer schwerer machen, Auszubildende für das Handwerk zu gewinnen. Um auch zukünftig für Jugendliche attraktiv zu sein, ist es notwendig, sich an den Einflussfaktoren junger Menschen bei der Wahl ihres Arbeitgebers zu orientieren:

  • Akzeptanz und Wertschätzung
  • Arbeitsklima eines Unternehmens
  • Geregeltes Arbeitsleben
  • Berufseinstieg und Entwicklungschancen
  • Identifikation mit dem Unternehmen
  • Entlohnung
  • Reputation und Prestige
  • Standort
  • Kreativität und Modernität

Die verschiedenen Phasen der Berufsausbildung von einem Praktikum, der Vertragsunterzeichnung bis hin zur Gesellenprüfung sollten so gestaltet sein, dass die Ausbildung qualitativ hochwertig und für den Auszubildenden motivierend verläuft.

Dieter Friedrichs

Telefon 04941 1797-58
Telefax 04941 1797-76
d.friedrichs@hwk-aurich.de

Weiterbildung / Personalentwicklung

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, ist es essenziell für jeden Betrieb, gerade die Leistungsträger und ihr Wissen im eigenen Betrieb zu halten. Nur mit einem gut aufgestellten, innovativen Betrieb wird es möglich sein, die Herausforderungen des demografischen Wandels und der sich gleichzeitig rasant entwickelnden Technologien zu bewältigen.

Bergen Sie die Schätze in Ihrem Unternehmen und beginnen Sie mit Ihren eigenen Beschäftigten!

In der Regel sollten sich folgende Schritte in einem Personalentwicklungskonzept sowie der Umsetzung finden:

  • Klären der Bedarfssituation der Organisation
  • Potenziale und Entwicklungsbedürfnisse der Mitarbeiter/innen ermitteln
  • Bedarfe in der Organisation und Potenziale der Mitarbeiter/innen abgleichen für die
  • Maßnahmeplanung
  • Maßnahmen durchführen, dokumentieren und auswerten
  • Evaluation und erneute Planung

Mit welcher Intensität und mit welchem Zeitaufwand Sie ein solches Vorhaben angehen wollen, richtet sich natürlich nach Ihrem Betrieb. Hier müssen die Konzepte individuell gestaltet sein, denn je nach Größe, Betriebsklima, Unternehmenskultur und Region ist für jeden Betrieb eine andere Vorgehensweise sinnvoll.

Weiterbildung

Johannes Best

Telefon 04941 1797-38
Telefax 04941 1797-14
j.best@hwk-aurich.de

Personalentwicklung

Helge Valentien

Telefon 04941 1797-54
Telefax 04941 1797-40
h.valentien@hwk-aurich.de

Jobachse

Die Wachstumsregion Ems-Achse e.V. bietet eine kostenfreie Jobbörse an. Stellenangebote, Bewerberprofile und Unternehmensinfos aus der Wachstumsregion Ems-Achse sind weltweit abrufbar - jederzeit und immer aktuell. Das ist das Job- und Bewerberportal im Netz unter www.jobachse.de, leicht und bedienerfreundlich. Die Ems-Achse wirbt bundesweit auf Messen für die freien Stellen.

Familienfreundlichkeit

Ein familienbewusstes Arbeitsumfeld kann der entscheidende Vorteil im Wettbewerb um die besten Köpfe sein, denn für Beschäftigte zählen bei der Auswahl eines Arbeitgebers außer dem Gehalt auch attraktive Bedingungen für die Vereinbarkeit von Berufs-, Privat- und Familienleben.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft keinesfalls nur Familien mit kleinen Kindern, sondern alle Beschäftigten in unterschiedlichen Lebensphasen: Berufseinsteigerinnen und -einsteiger, Eltern mit kleinen Kindern und Schulkindern, Beschäftigte mit zu pflegenden Angehörigen, Beschäftigte in der Lebensmitte sowie ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Im Laufe des Erwerbslebens verändert sich der Zeitbedarf eines Menschen für die Familie immer wieder. Deshalb sind vor allem flexible und lebensphasenorientierte Arbeitszeiten ein wichtiges Instrument zur Gestaltung von Berufs-, Privat- und Familienleben. Aber auch die ganz praktische Unterstützung bei der Organisation der Betreuung von Kindern und zu pflegenden Angehörigen werden zunehmend von den Betrieben zur eigenen Aufgabe erklärt.

Karina Schröder

Telefon 04941 1797-25
Telefax 04941 1797-40
k.schroeder@hwk-aurich.de

Der Familiengedanke wird ein fester Baustein einer jeden Unternehmenskultur. Ein familienfreundliches Betriebsklima erhöht nicht nur die Motivation, sondern bindet die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen.

Qualitätssiegel Bertelsmann Stiftung

"Klappern gehört zum Handwerk" - dieses alte Sprichwort berücksichtigen Sie längst, wenn es um das Marketing ihrer Produkte oder Dienstleistungen geht. Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel, wenn es um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihres Unternehmens geht! Zeigen Sie mit dem Qualitätssiegel "Familienfreundlicher Arbeitgeber", dass Sie Ihr Unternehmen familienbewusst führen und punkten Sie im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, die heute beides wollen: Familie und Beruf.

  • Familienfreundliche Unternehmen sind attraktiv für qualifizierte Fachkräfte
  • Familienfreundliche Unternehmen besitzen ein hohes Ansehen in der Öffentlichkeit
  • Demonstrieren Sie Weitsicht und Verantwortung durch familienfreundliche Maßnahmen

Weitere Informationen und Marketingtipps finden Sie unter

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Handwerk beinhaltet körperliche Arbeit. Damit verbunden sind oftmals auch gesundheitliche Belastungen für die Mitarbeiter. Aber: Kranke Mitarbeiter sind auch teure Mitarbeiter.

Immer mehr Unternehmen im Handwerk erkennen, dass die Förderung der Gesundheit ihrer Mitarbeiter ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg darstellt. Insbesondere im Licht der demografischen Entwicklung werden in Zukunft diejenigen Unternehmen erfolgreich sein, die die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter durch gesundheitsförderliche Bedingungen unterstützen. Dabei reicht es nicht aus, nur Maßnahmen auf der Verhaltensebene wie z.B. Rückenschule oder Stressmanagement umzusetzen. Erforderlich ist vielmehr eine Veränderung der Unternehmenskultur.

Eine erfolgversprechende Initiierung von Projekten des betrieblichen Gesundheitsmanagements erfordert:

  • Unterstützung der Projekte durch die Unternehmensleitung
  • Einrichtung eines betriebsinternen Steuerungsteams
  • Planung personeller und finanzieller Ressourcen
  • Sensibilisierung und Information der Führungskräfte
  • Information und Sensibilisierung – Einbeziehung der Mitarbeiter

Betriebliches Gesundheitsmanagement rechnet sich für das Unternehmen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Karina Schröder

Telefon 04941 1797-25
Telefax 04941 1797-40
k.schroeder@hwk-aurich.de

Arbeitsschutz

Uwe Preschel

Telefon 04941 1797-61
Telefax 04941 1797-40
u.preschel@hwk-aurich.de

Fachkräftegewinnung

Trotz vieler guter Unternehmenskonzepte hinsichtlich der Fachkräftegewinnung in den Handwerksbetrieben können nicht alle Stellen besetzt werden. Der Wettbewerb um die Mitarbeiter ist bereits in vollem Gange. Dem Unternehmenswachstum sind bereits heute Grenzen gesetzt. Dabei gibt es viele ungenutzte Ressourcen, die das Handwerk künftig intensiver erschließen muss!

Dieses gilt z.B. bei der Erhöhung des Frauenanteils im Handwerk. Frauen sind trotz guter Qualifikation, umfangreichem technischen Interesse und handwerklicher Begabung immer noch unterrepräsentiert. Das beginnt bereits bei der Ausbildung interessierter und kreativer junger Frauen.

Auch Hochschulabsolventen sind eine wichtige Gruppe, die von Handwerksbetrieben gezielt angesprochen werden können. Kleinbetriebliche, überschaubare Strukturen können für diese Zielgruppe einen besonderen Reiz ausmachen. Studienabbrecher, die ihre weitere berufliche Entwicklung nicht an der Hochschule sehen, sondern in der betrieblichen Praxis, sollten zudem verstärkt in den Fokus genommen werden.

Gezielter angesprochen werden sollten auch Menschen mit Migrationshintergrund. Eine mögliche Strategie - und das haben einige Handwerksbetriebe bereits erkannt - ist es, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen und für den eigenen Betrieb aufzubauen.

Karina Schröder

Telefon 04941 1797-25
Telefax 04941 1797-40
k.schroeder@hwk-aurich.de

Künftig sind zudem auch ältere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht nur länger im Betrieb zu beschäftigen, sondern gezielt anzusprechen. An dieser Stelle kann der Betrieb von Fachkenntnissen und Erfahrungen profitieren, die gewinnbringend im Unternehmen eingesetzt werden können. Die Herausforderung ist es, eine Kultur zu schaffen, in der die Beschäftigung von 

© Monkey Business - fotolia.com

Arbeitnehmern bis zum Renteneintrittsalter selbstverständlich ist und eine altersgruppengerechte Personalpolitik umgesetzt wird.

Schließlich hat die Integration von Menschen mit Behinderung eine hohe Bedeutung. Hier arbeiten die Handwerkskammern zusammen mit den Arbeitsagenturen und den Integrationsfachdiensten.

Wirtschaftsfaktor Demografie

Die Deutschen werden weniger, bunter und älter. Weitere sozio-ökonomische Megatrends wie z.B. die Globalisierung, die schnelle Informationsgewinnung über das Internet oder auch der Schutz der Umwelt sind ebenfalls an Kaufentscheidungen von Konsumenten ablesbar und beeinflussen diese. Insofern ist die Betrachtung z.B. eines Marktes „50 plus“ nicht ausreichend. Sie würde unterstellen, dass sich Kaufentscheidungen allein anhand eines erreichten Alters ergeben und dann die nächsten 30 oder 40 Jahre entsprechend einschätzbar wären.

Unverzichtbar für den betrieblichen Erfolg ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Zielkunden und den sich aufgrund der demografischen Entwicklung verändernden Anforderungen des Kunden. Dazu zählt als ein Aspekt die Barrierefreiheit.

Folgende Fragen sollten bei der Kunden- und Marktanalyse unter Einbezug demographierelevanter Aspekte geprüft werden:

Karina Schröder

Telefon 04941 1797-25
Telefax 04941 1797-40
k.schroeder@hwk-aurich.de

  • Kennen Sie Ihre Kunden?
  • Kennen Sie die Wünsche Ihrer Kunden?
  • Können Sie diese Kundenwünsche bedienen?
  • Kommunizieren Sie Ihre Stärken in einem speziell ausgerichteten Marketing?

© momius - fotolia.com